Bald ist PAID-CON
Dieses Jahr werden wir wieder 2 Tage als Verein mit guter Gemeinschaft,
Planungen für 2019 und 2020 und unserer offiziellen Mitgliederversammlung gestalten.
Wenn du bereits zu PAID gehörst, oder Interesse daran hast, SEI DABEI!
Hier alle wichtigen Infos für dich:
19.05. - 20.05. 2019 im Silcherforum Heilbronn
Anmeldung unter: sabrina.buss@paid-verein.de
PAID e.V. klärt Schüler und Schülerinnen in Deutschland über Pornografie auf.
Warum aufklären?
Obwohl der Gesetzgeber die Verbreitung von Pornografie an unter 18-jährige verbietet, bieten Smartphones und Internet Kinder und Jugendliche heutzutage problemlos Zugang zu Pornografie. In Deutschland liegt das durchschnittliche Erstkontaktalter mit Pornografie bei ca. 12 Jahren, unabhängig von Familiensituation und Schulform. Gleichzeitig ist das Thema „Pornografie“ gesellschaftlich stark tabuisiert und es findet kaum Wertevermittlung statt. PAID e.V. möchte Jugendlichen eine eigenständige Entscheidung über Pornografie ermöglichen.
Entscheidungsmöglichkeiten aufzeigen
Vor 20 Jahren noch war es eine bewusste Entscheidung, die für Pornografiekonsum nötig war: man musste aufstehen, aus dem Haus gehen, die einschlägige Abteilung einer Videothek besuchen und hoffen, nicht gesehen zu werden … Es kostete Aufwand und Geld. Heute ist Pornografie überall kostenlos verfügbar, wird ausgetauscht, in WhatsApp Gruppen geteilt. Es fand ein dramatischer Wandel statt: Mittlerweile bedarf es einer bewussten Entscheidung, Pornografie NICHT zu konsumieren. Diesen Entscheidungsfreiraum zeigt PAID auf.
Fakt ist
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85% der Jungen, 71% der Mädchen zwischen 14 und 16 Jahren haben bereits pornografisches Material gesehen. (BRAVO Dr.-Sommer-Studie 2009). |
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Pornografie in den Gesamtkontext Sexualität stellen
Wer regelmäßig Pornografie sieht, lässt seine Perspektive auf Partnerschaft, Erwartungen an Sex und den Blick auf den eigenen Körper und auf mögliche Sexualpartner prägen. Den meisten Jugendliche ist dieser Zusammenhang nicht bewusst. PAID sensibilisiert dafür.
Über Risiken aufklären
Der Konsum von Pornografie kann vergleichbar mit anderen Genussmitteln wie Alkohol und Tabak zum Genussgift werden. Daher erlaubt der Gesetztgeber den Konsum von Pornografie erst ab 18 Jahren (§ 184 StGB). Immer mehr Menschen leiden unter den Auswirkungen ihres Konsums (oder dem des Partners) und suchen professionelle Hilfe auf. Für viele schädliche Verhaltensweisen (Gewalt, Drogen- und Alkoholkonsum, Mobbing, ungesunde Ernährung, Diskriminierung, Umweltverschmutzung) gibt es deutschlandweit Präventionsmaßnahmen. PAID klärt über die Risiken von Pornografiekonsum auf.
Pornografie hat Auswirkungen auf
… Beziehungen
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Pornografie verringert laut Studien die Bindungs und Empathiefähigkeit und erhöht sexuellen Leistungsdruck und Unzufriedenheit. Männliche Konsumenten bewerten das Aussehen ihrer Partnerinnen negativer, weibliche Konsumenten werden unzufriedener mit ihrem eigenen Körper. |
… Sexualität
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Längerer Pornografiekonsum und ein sexualisiertes Frauenbild gehen nachgewiesenermaßen oft einher. Langzeit-Nutzung von Pornografie lässt Männer Vergewaltigungen für ein weniger schweres Verbrechen halten und fördert u. U. tatsächlich ausgeübtes aggressives Verhalten gegenüber Frauen. |
… Suchtenwicklung
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Pornografiesucht ist aus psychologischer Sicht mit stofflichen Süchten vergleichbar: Langzeit-Nutzer können ihren Konsum immer weniger kontrollieren, stumpfen gegenüber dem Gesehenen zunehmend ab und verstärken in der Folge ihren Konsum zeitlich und inhaltlich. |
… die Gesellschaft
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Pornografie wird oft unter menschenunwürdigen Umständen produziert. Menschenhandel und Pornoproduktion sind eng verwandte Branchen. Darsteller/-innen werden gedemütigt, mit Gewalt und Drogen gefügig gemacht, und sind überdurchschnittlich häufig von Geschlechtskrankheiten und Depressionen betroffen. |
Wie arbeiten wir?
PAID e.V. besucht mit ausgebildeten Teams Schulen und Bildungseinrichtungen in ganz Deutschland und thematisiert Pornografie im Rahmen von Schulstunden, Projekttagen oder Workshops. Wir gestalten altersorientierte Unterrichtseinheiten und erklären Jugendlichen auf ansprechende und verständliche Weise die Hintergründe und negativen Effekte von Pornografie. Das Schulkonzept von PAID e.V. nimmt Jugendliche in ihrem Alltag und auf ihrem Entwicklungsweg ernst. In unseren Präventionsstunden beleuchten wir Pornografie aus verschiedenen Blickwinkeln, z.B. „Schamgefühl“, „Liebe“ und „Sucht“. Damit stärken wir nachhaltig das Selbstbild, die Beziehungsfähigkeit und die Gesundheit von Jugendlichen.
Unsere Workshops
In unseren ansprechenden und altersgerechten Einheiten sensibilisieren wir Mädchen und Jungen zwischen 13 und 17 Jahren für den Zusammenhang von Pornografie mit der eigenen Sexualentwicklung. Wir ermutigen die Teilnehmenden zu einem kritisch-reflektierten und selbstgewählten Umgang mit Pornografie. Dabei behandeln wir neben den allgemeinen Risiken von Pornografiekonsum die Themen wie Selbstwert, Persönlichkeitsentwicklung, Intimität und gesunde Beziehungsgestaltung.
Ziel: Jugendliche über potentiell schädliche Wirkung von Pornografie aufklären und Pornografie im Gesamtkontext der Sexualität beleuchten
Kontext: Workshops/Projektstunden an Schulen und Bildungseinrichtungen
Zielgruppe: Jugendliche ab ca. 13 Jahren bzw. ab 7. Klasse
Gruppengröße: Bis zu 30 Schüler/-innen bzw. Jugendliche. Die besten Arbeitsbedingungen bieten geschlechtergetrennte Gruppen zwischen 15 und 20 Schüler/-innen.
Dauer: Einheiten à 90-135 Minuten, einzeln von einer (Doppel-)Schulstunde bis zu mehreren Einheiten an einem Projekttag. Je nach verfügbarer Zeit bleibt mehr oder weniger Raum für vertiefende Methoden.
Kosten: Die Kosten für eine Einheit betragen 149 €, zwei Einheiten kosten 219 €, jede weitere Einheit zusätzlich 60 €, jeweils zuzüglich Auslagen für den Anfahrtsweg der Referent/-innen. Diese Kosten gelten unabhängig von der Zahl der Referenten (z.B. ein männlicher / eine weibliche Referent/-in).
Elternabend: Vor dem eigentlichen Workshops bieten wir einen optionalen Informationsabend für Eltern und Lehrer an.
Unser Material
Wir arbeiten mit dem Präventionsmaterial „Fit for Love?“ von „return – Fachstelle Mediensucht„, das 2013 mit dem Gesundheitspreis der Barmer-Krankenkasse ausgezeichnet wurde. Es nimmt Jugendliche in ihren Alltagserfahrungen und auf ihrem Entwicklungsweg ernst und geht auf Fragen zu den Themen Liebe und Sexualität ein. Es zeigt keinerlei schamverletzenden oder nicht jugendfreien Bilder. „Fit for Love?“ stärkt die Empathie- und Beziehungsfähigkeit der Teilnehmer und vermittelt ein positives Bild von verantwortungsbewusster und beziehungsorientierter Sexualität. Das Material hilft den unrealistisch-künstlichen Charakter von Pornografie zu durchschauen und beugt suchtmäßigen Konsummustern vor. Es ermutigt für die individuelle Sexualentwicklung dazu, sich nicht durch Medieninhalte oder Peers beeinflussen zu lassen, sondern persönliche Grenzen wahrzunehmen und zu achten. |
In interaktiven Gruppenübungen, Diskussionsrunden und Einzelaufgaben setzen sich die Jugendlichen mit dem Thema Pornografie auseinander. Insbesondere der Bezug zu deren digitaler Lebenswelt zielt auf ganzheitliches und nachhaltiges Lernen ab. Zudem fördert die Gelegenheit zu Rückfragen fördert die Sprachfähigkeit der Teilnehmenden. Dadurch sollen sie letztlich ihre unmittelbaren Erfahrungen reflektieren, eigene Haltungen einnehmen und kommunizieren lernen.
Das sind wir!
Sabrina Buss
Sebastian Buss

Julia Gigl

Alena Edler
